Alexander Schüller ist neuer Weltmeister mit Bobteam Friedrich im Viererbob

Sieg mit nur fünf Hundertstel Sekunden Vorsprung nach vier Läufen in Altenberg

02. März, 2020

Altenberg

Bei der WM im großen Schlitten ließ sich der Lokalmatador Francesco Friedrich mit seinem Team auch von den schwierigen Bedingungen nicht ausbremsen. Der Sachse gewann auch das extrem enge Vierer-Rennen, führte dabei einen deutschen Dreifachsieg an und darf sich nun Rekordweltmeister nennen - gleichauf mit dem legendären Italiener Eugenio Monti, der seine Erfolge vor rund 60 Jahren gefeiert hatte.

Ausgerechnet auf seiner Heimbahn in Altenberg sprach allerdings lange Zeit einiges dafür, dass Friedrichs WM-Serie endet. Zur Halbzeit deutete sich ein Krimi an. Die ersten fünf Starter lagen innerhalb von neun Hundertstelsekunden, die Reihenfolge: Walther, der Lette Oskars Kibermanis, Lochner, Friedrich und Justin Kripps - der Kanadier war zeitgleich mit Friedrich, musste nach Lauf zwei aber wegen eines Muskelfaserrisses aussteigen.
In Lauf drei spitzte sich das Geschehen weiter zu. Kibermanis fiel zurück, dafür rückten die drei Deutschen näher zusammen. Der letzte Lauf wurde zur Prüfung nicht nur im Kampf um Gold, zwei Schlitten aus dem hinteren Feld stürzten spektakulär. Pünktlich zum Finale kam Friedrich fehlerfrei durch die Eisrinne und war damit nicht zu schlagen. Dafür gab’s Gold für den Ausnahmepiloten und seine Männer Martin Grothkopp, Candy Bauer sowie Alexander Schüller vom SV Halle.

Quelle: MZ, Fotos: Imago