Neun Zentimeter fehlen zu Bronze

Bei den deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig springt Kienast 6,33 Meter weit

23. Februar, 2020

Leipzig

Zufriedenheit sieht anders aus. Nachdem Lucie Kienast am Sonntagnachmittag in der Leipziger Arena ihren letzten Sprung in die Sandgrube gesetzt hatte, wartete die 18-Jährige mit ernstem Blick auf das vermessene Resultat auf der Anzeige: 6,11 Meter, keine Verbesserung. Der vierte Versuch, der auf 6,33 Meter gegangen war, war damit der beste der jungen Mehrkämpferin vom SV Halle bei diesen deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften. Nur neun Zentimeter fehlten ihr am Ende zu Bronze. Hätte sie ihre Bestleistung, jene 6,48 Meter von den Landesmeisterschaften in Halle erreicht, wäre sie sogar Zweite geworden hinter Malaika Mihambo.
Der Superstar war in diesem Wettkampf seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Mit 6,77 Meter holte sich die weltbeste Springerin auch den nationalen Titel.

„Das war kein einfacher Wettkampf für sie als Jugendliche unter den Erwachsenen“, sagt Trainer Kai Dockhorn. Mit dem zweitbesten Ausgangswert vorab habe sie sich vielleicht ein bisschen zu sehr unter Druck gesetzt.

Trotzdem sei es wichtig gewesen, sie starten zu lassen: „Nur so kann Lucie lernen, mit Drucksituationen klar zu kommen.“ Die Weite selbst findet der Coach in Ordnung. „Sie hat sich stabilisiert in einem Bereich, an den letztes Jahr nicht zu denken war.“

Tags zuvor hatte Till Steinforth im Weitsprung seine Bestmarke gleich um neun Zentimeter gesteigert. Die 7,45 Meter des erst 17 Jahre alten Mehrkämpfers waren Platz sechs wert. Maximilian Sluka (HLF) lief über 1.500 Meter in 3:59,12 Minuten auf Platz acht. U-18-Vereinskollegin Sina Prüfer wurde im Kugelstoßen mit 15,33 Metern Neunte.

Quelle: MZ, Foto: Imago