SV-Leichtathletinnen bleiben ohne Medaille bei der WM in Doha

Nadine Müller erreicht achten Platz im Diskuswurf

07. Oktober, 2019

Doha (Katar)

100 Meter Hürden

Die zweitbeste Zeit des Jahres von Cindy Roleder reichte nicht zum Finaleinzug über die 100 Meter Hürden. Im WM-Halbfinale wurde schon die erste Hürde zum Stolperstein.
In einem pfeilschnellen ersten Halbfinale über die 100 Meter Hürden ist Cindy Roleder am Sonntagabend bei der WM in Doha auf Platz vier gelaufen. Mit 12,86 Sekunden musste die Vize-Weltmeisterin von 2015 Danielle Williams (Jamaika; 12,41 sec), Nia Ali (USA; 12,44 sec) und Nadine Visser (Niederlande), die mit 12,62 Sekunden Landesrekord lief, den Vortritt lassen. Für Cindy Roleder war es nach dem WM-Vorlauf (12,76 sec) die zweitbeste Zeit der Saison. Durch den vierten Platz hatte Cindy noch die theoretische Chance, über die Zeitregel ins Finale einzuziehen. Doch schon nach wenigen Minuten war diese minimale Hoffnung vorbei. Denn im zweiten von drei Halbfinals war die drittplatzierte Yanique Thompson (Jamaika) sechs Hundertstel schneller als die Deutsche Meisterin.

Diskuswurf

Zu dritt waren die DLV-Diskuswerferinnen ins WM-Finale von Doha eingezogen. Dort belegte Nadine Müller (SV Halle) am Freitagabend als beste Deutsche den achten Platz. An der Spitze gab es einen Doppel-Sieg für Kuba.
Die WM-Dritte von 2015 hatte nach drei Durchgängen als Achte 60,98 Meter stehen. Im vierten Durchgang konnte sich die 33-Jährige auf 61,55 Meter steigern. Dies änderte an der Platzierung jedoch nichts. Die Top Acht waren das erreichte Minimal-Ziel der Vize-Europameisterin gewesen. Im dritten Versuch hatte Nadine Müller noch ihre Team-Kollegin Claudine Vita (Neubrandenburger SC) vom achten Platz verdrängt, der ihr weitere drei Versuche bescherte.

Kugelstoßen

Ganz knapp nicht fürs Finale reichte es bei Sara Gambetta (SV Halle). Die frühere Siebenkämpferin bot im zweiten Durchgang der Qualifikation bei ihrem besten Stoß 18,01 Meter an. Damit fehlten ihr als Gesamt-13. beider Qualifikationsgruppen nur drei Zentimeter zum Finale. Als letzte zog vor ihr die polnische Europameisterin Paulina Guba mit 18,04 Metern in die Top Zwölf. Ähnlich eng war sie auch bei der WM 2017 ausgeschieden.
Die zweite deutsche Kugelstoßerin Christina Schwanitz gewann Bronze mit 19,17 Meter hinter der chinesischen Titelverteidigerin Gong Lijiao (19,55 m) und der Jamaikanerin Danniel Thomas-Dodd (19,47 m).

Quelle: DLV, Fotos: Imago